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Jena

Im Saaletal rings umgeben von hohen, meist schroffen Kalkbergen liegt die Universitätsstadt Jena. Mit etwa 105.000 Einwohnern ist sie nach Erfurt die zweitgrößte Stadt Thüringens. Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus der ersten Hälfte des achten Jahrhunderts und erschien im Hersfelder Zehntverzeichnis. Hier war noch nicht von Jena die Rede, erwähnt wurde stattdessen das in der heutigen Johannisvorstadt liegende Dorf Leutra. Heute stellt die Stadt einen High-Tech-Standort dar, der vor allem durch seine Dynamik und Innovationen viele Impulse für die Wirtschaft der gesamten Region setzen kann. Große Namen aus Jena wie SCHOTT, Zeiss und Jenoptik sind weltbekannt. 2008 wurde Jena zur „Stadt der Wissenschaft“ gekürt.

Standansicht Jena Panorama

Historie

Im Gegensatz zu seinen Nachbarstädten erhielt Jena vergleichsweise spät das Stadtrecht. So erhoben die damaligen Besitzer den Ort im Jahr 1230 zur Stadt. Noch heute existiert die Ruine Lobdeburg am Fuße der Johannisberge Jenas.

1948 wurde unter dem Herzog Johann Friedrich I. von Sachsen die Hohe Schule im Dominikanerkloster in Jena gegründet, aus der schließlich im Jahr 1558 die Universität Jena hervorging. Es waren zahlreiche Jenaer Studenten, die in der bekannten Schlacht bei Jena und Auerstedt gegen den vermeintlichen Fremdherrscher Napoleon 1806 kämpften.

Ab 1920 gehörte Jena zum Land Thüringen und wurde unter der DDR-Regierung im Jahr 1952 dem Bezirk Gera zugeordnet. Heute ist Jena eine kreisfreie Großstadt des Landes Thüringen und zählt zu den drei Oberzentren des Freistaats.

Institutionen

Jena als Hochschulstandort

Mit dem Slogan „Studentenparadies Jena – Studieren mit Wohlfühlgarantie“ wirbt die Universitätsstadt um neue Studenten. Mehr als 19,5 Tausend Studierende meldet die Friedrich-Schiller-Universität. Ihr Namensgeber – Friedrich Schiller – lehrte hier von 1794 bis zu seinem Tod im Jahr 1805. Die Universität ist eine der traditionsreichsten und ältesten Universitäten Deutschlands und die einzige Volluniversität im Freistaat Thüringen.

Neben der Friedrich-Schiller-Universität existiert in Jena auch die Ernst-Abbe-Fachhochschule. Als sie 1991 gegründet wurde, war sie eine der ersten Bildungseinrichtungen dieser Art in den neuen Bundesländern. Etwa 4.600 Studentinnen und Studenten haben die Fachhochschule Jena als Ausbildungsstätte gewählt.

Thüringer Oberlandesgericht

Thüringens höchste Instanz der ordentlichen Gerichtsbarkeit – das Thüringer Oberlandesgericht – hat seinen Sitz in Jena. Als Ort der Rechtsprechung hat Jena eine lange Tradition, die bis ins sechzehnte Jahrhundert zurückreicht. Im selben Anwesen wie das Oberlandesgericht sitzen ebenfalls die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft, Teile des Jenaer Amtsgerichts und weitere Justizbehörden. Die einzige ordentliche Gerichtsbarkeit, der das Oberlandesgericht untergeordnet ist, ist der Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Sehenswerte Orte

Wem es nicht genügt, die Aussicht über Jena und das Saaletal vom Jen-Tower aus zu genießen, dem werden in Jena zahlreiche Möglichkeiten geboten.

Zeiss-Planetarium

Einer der größten Anziehungspunkte in Jena ist das Zeiss-Planetarium. Es befindet sich direkt neben dem Botanischen Garten und ist das betriebsälteste Planetarium der Welt. Es wurde im Jahr 1926 eröffnet. Das Zeiss-Planetarium ist ein so genanntes Projektplanetarium, bei dem der Fixsternhimmel und die Planeten in eine Kuppel projiziert werden.

Die Lobdeburg

Zwischen Lobeda und Drackendorf am Fuße der Johannisberge liegt die Burgruine der Lobdeburg. Viele Mauerreste zeugen von ihren einst so mächtigen Burgherren – Lobdeburgern. Sie errichteten neben der Lobdeburg auch die Leuchtenburg bei Kahla und verliehen dem bis dahin noch unbedeutenden Ort Jena das Stadtrecht.

Schillers Gartenhaus

Nur zwei Wohnstätten Schillers in Jena sind bis heute erhalten. Eine davon ist Schillers Gartenhaus. Hier verbrachte der Dichter von 1797 bis 1799 zusammen mit seiner Familie den Sommer. Bedeutende Werke wie Wallenstein, Maria Stuart und zahlreiche Balladen entstanden in diesem Anwesen. Heute befindet sich das Gartenhaus in Besitz der Friedrich-Schiller-Universität, die hier neben einem Museum, literarische Abende sowie Konzerte betreibt.

Optisches Museum

Wer sich für Naturwissenschaften und technische Errungenschaften begeistert, sollte das Optische Museum in Jena besuchen. Es zeigt optische Instrumente aus insgesamt acht Jahrhunderten und verschafft dabei einen kulturgeschichtlichen und technischen Überblick in die Entwicklung von optischen Geräten. Das Optische Museum in Jena ist deutschlandweit das Einzige dieser Kategorie.

Außenstelle Jena

Beratungsstelle: Regina Thieme

Schreib- und Buchungsservice Thieme
Max-Steenbeck-Straße 15
07745 Jena
Deutschland

Standort Thüringen